Saint-Tropez: Vom Fischerdorf zur Legende der Riviera

Bevor der Name für Sonne, Yachten und eine gewisse Art von beiläufigem Glamour stand, war Saint-Tropez ein arbeitendes Fischerdorf — eine Handvoll ockerfarbener Häuser um einen Hafen, still über ihre Netze gebeugt.

Ein Heiliger, ein Boot, ein Name

Der Ort trägt seinen Namen nach Torpes, einem römischen Offizier, der unter Nero den Märtyrertod starb. Die Legende erzählt, sein Leichnam sei in einem kleinen Boot mit einem Hahn und einem Hund ausgesetzt worden und hier an Land gekommen. Um die Stelle wuchs eine Fischersiedlung, und im 15. Jahrhundert wurde ihre Zitadelle gegen Angriffe von See befestigt. Vierhundert Jahre lang geschah sonst wenig — was ziemlich genau der Punkt war.

Die Maler kommen

1892 segelte der Maler Paul Signac in die Bucht und war vom Licht überwältigt. Er blieb, baute ein Haus, und es sprach sich herum. Matisse, Bonnard und später eine ganze Prozession der Avantgarde folgten ihm nach Süden, um derselben mediterranen Farbe nachzujagen. Ein paar Jahrzehnte lang gehörte Saint-Tropez den Künstlern — ein Ort, an dem das Meer, die Pinien und die Dächer studiert wurden wie Stillleben.

Die Kunst machte das Dorf schön. Das Kino machte es berühmt.

Und immer lockt die Legende

1956 drehte Roger Vadim hier Und immer lockt das Weib, mit Brigitte Bardot. Der Film — und Bardots Umzug nach La Madrague zwei Jahre später — machte aus einem Malerrefugium die Vorstellung der ganzen Welt von Freiheit am Meer. Fotografen, Designer und Musiker kamen in ihrem Kielwasser, und der Name des Dorfes wurde zum Passierschein für eine ganze Art zu leben: lange Mittagessen, nackte Füße, Leinen und Seide.

Die Riviera, destilliert

Das ist das Saint-Tropez, aus dem unsere Bohème-Kollektion schöpft — nicht der Yachthafen von heute, sondern der ältere, weichere Mythos der Riviera: das Licht der Maler, der Hafen im Morgengrauen, die Leichtigkeit eines Ortes, der es nie wirklich versucht hat.

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